Darunter versteht man ein Transportsystem, welches im Organismus an der Verteilung und Ausscheidung von vielen Arzneistoffen beteiligt ist.

Bei Hunden, die nicht vom MDR Defekt betroffen sind (+/+), werden Wirkstoffe wie Ivomectin durch MDR daran gehindert, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und das Gehirn mit schädlichen Fremdstoffen zu überschwemmen.

Hunde, die vom MDR-Defekt betroffen sind (-/-), fehlt dieser Schutzmechanismus und verschiedene Wirkstoffe können dabei hohe Konzentrationen im Gehirn erreichen und so gravierende Schäden (durch Vergiftung) oder sogar den Tod des behandelten Tieres auslösen.

Neben Ivomectin gibt es weitere Arzneistoffe (Doramectin, Moxidectin, Loperamid), die von MDR transportiert werden. Somit sind Hunde mit diesem Defekt von einer multiplen Arzneistoffüberempfindlichkeit betroffen.

Damit unsere Welpen diesen Gendefekt nicht bekommen, verpaaren wir nur Hunde die frei von MDR sind, sodass die Welpen  vom Genotyp entweder +/+ oder +/- sind.

Übersicht über problematische Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen bei Hunden mit MDR1-Defekt.